Text verkleinern Text vergrößern
DeutschEnglish
E-Mail
E-Mail
Startseite
Startseite
Seite drucken
Seite drucken
Steinmair. Technik für Umwelt und Energie
Steinmair. Technik für Umwelt und Energie
Steinmair. Technik für Umwelt und Energie
Steinmair. Technik für Umwelt und Energie Steinmair. Technik für Umwelt und Energie Steinmair. Technik für Umwelt und Energie Steinmair. Technik für Umwelt und Energie Steinmair. Technik für Umwelt und Energie Steinmair. Technik für Umwelt und Energie
Sie befinden sich hier: 
spacer

Energietechnische Innovationen bewirken nachhaltigen Klimaschutz


Die Vereinigte Fettwarenindustrie (VFI) ist aus dem Zusammenschluss dreier Mittelständischer Betriebe in Wels, Wien und Innsbruck entstanden. Der Welser Betrieb wurde ausgebaut und erzeugt Flüssigöl und Frittierfette für jeden Verbraucher. Heute beliefert VFI vom Welser Standort aus Kunden in ganz Europa. Die Produktion erfolgt derzeit von Montag bis Freitag im 2-Schicht-Betrieb und soll zukünftig auf 4-Schichten ausgebaut werden.

Der jährliche Stromverbrauch lag bei rund 4 GWh, der Heizölverbrauch bei rund 5,5 GWh. Die vorhandene Versorgungstechnik entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und brachte wiederholt technische Gebrechen. Damit wurden Überlegungen für eine effizientere und neuen Versorgungsanlage entwickelt und ein Neukonzept erstellt.

 

Maßnahmen: Der Dampfkessel (3to/h) ca. 2,2 MW wurde getauscht. Gleichzeitig wurde von Öl auf Erdgas umgerüstet. Mit der Umrüstung auf Gas war auch die Voraussetzung für eine Kraft-Wärme-Kopplung in Form eines BHKWs gegeben, vor allem da auch der Verlauf des elektrisches Strombedarfs für eine Eigenstromanlage sprach. Vorerst wurde nur ein BHKW eingesetzt, die mittlerweile durch ein weiteres BHKW ergänzt wurde. Die elektrische Erzeugerleistung beträgt nun 580 kW (2 x 290 kWel). Damit kann derzeit nahezu 2/3 des Stromzukaufs abgedeckt werden.

 

Während die hochtemperierte Abgastemperatur (ca. 450-500°C) des BHKWs direkt in die Gaskesselanlage geführt und so optimal genutzt wird, wird die Abwärme aus Kühlwasser und Schmierung in ein Pufferspeichersystem geführt und dosiert, je nach Bedarf an Verbraucher des Betriebes wieder abgegeben (d.s. neben hohen Mengen an Warmwasser, vor allem Wärmeprozesse für Öle und natürlich Beheizung). Die Dampfkesselgrundlast kann weitgehend durch den Betrieb der BHKWs gehalten werden (Dampferhaltungsbetrieb), wobei ein BHKW als thermische Grundversorgung und elektrische Grundlast (auch während der Nachtstunden) dient. Das zweite hingegen elektrisch geführt, die Leistungsspitze abdeckt und während der Tagesproduktion ohnehin benötigt wird. Dampfspitzenleistungen werden über die Erdgasfeuerung abgedeckt.

Download


Errichtung einer Kraft-Wärme-Kopplung zur Dampferzeugung


VFI verbessert Energiebilanz

 

Die Vereinigte Fettwarenindustrie in Wels macht mehr aus Erdgas als Versorgungsmedium.

Es wird auch weiterhin energetisch genutzt, aber effizient eingesetzt und lässt auch die Möglichkeit einer Verwendung von Biogas offen. Eine KWK zur Verstromung in Form von zwei BHKWs arbeitet gemeinsam mit der gasbetriebenen Dampfkesselanlage in der Produktion.

 

Daneben fungiert ein Pufferspeichersystem für alle Wärmerückgewinnungsprozesse und für die optimale Wärmeverteilung. Eine Messstellenerfassung zusammen mit einem Energiemanagement-System rundet die Anlage ab.

 

Die Wirtschaftlichkeit der Investitionen liegt bei einer Amortisationszeit von weniger als 5 Jahren. Der Gesamtwirkungsgrad wurde um ca. 33 % verbessert.

Beim Klimaschutz wird eine CO2-Ausstoss von 755 to/a eingespart.


Pufferspeichersystem als Energiedrehscheibe der Wärme


Ein großzügiges Pufferspeichersystem für sämtlichen „Wärmeüberschuss“

Kühlwasserwärme und Schmiermittelwärme aus dem BHKW.

Aus Kompressorwärme der Drucklufterzeugung Abluft aus Produktionsprozessen ist die „Drehscheibe“ für weitere Energieverwendung und Verteilung innerhalb des Werkes.

Ausreichende Messstellen zur Energieerfassung bringen Transparenz in die innerbetriebliche Energiebilanz und sorgen gemeinsam mit einen Energiemanagementsystem für die Effizienz dieser Anlage.

 

Ergebnisse:

Kostenreduktion der Energiekosten: 43 %

Amortisationszeit: < 5 Jahre

Gesamtwirkungsgradverbesserung ca. 33 %

Die Errichtung der Anlage wurde im April 2009 begonnen und ist seit Dezember 2010 in Betrieb (Im Frühling 2011 folgte das 2. BHKW).


spacer